Die Entstehung des Verbandes „Gebiet der Malaspina und der Statuenmenhire“ (Terre dei Malaspina e delle Statue Stele) geht auf den Wunsch der Provinz Massa Carrara zurück, die Bewohner und Besucher bei ihrer Entdeckung der regionalen Museen zu begleiten.

Durch dieses Netzwerk der in der Provinz ansässigen Museen, werden die Museen als Hüter der kostbaren historischen, künstlerischen und kulturellen Zeugnisse ein aktiver Teil eines koordinierenden Projektes sowie einer gemeinsamen Strategie, die dazu führt, die Präsenz und die Angebote der Museen zu verbessern. So wird den Besuchern eine bessere Orientierung während ihrer Museumsbesuche geboten, wobei immer das Gesamtbild eine Rolle spielt.

Eine Region anhand seiner Besonderheiten und Reichtümer „kennenzulernen“ und „zu entdecken“ ist heute möglich durch die verschiedenen Hilfsmittel, die es in jedem Museum und den betreffenden Orten gibt: Schilder und Plaketten, die dazu dienen das Museum sowie diese einzigartige Region mit ihrer spannenden Vergangenheit kennenzulernen. Die Aufgabe des Museumsverbandes besteht darin, die Schätze dieser Vergangenheit ans Licht zu bringen.

Das Projekt wird von der Toskana im Rahmen des „Kulturförderungskonzeptes 2008-2011“ (Piano Integrato della Cultura 2008-2011) ko-finanziert.

Vorbemerkung

Der kulturelle, materielle sowie immaterielle Reichtum ist einerseits Ausdruck der menschlichen Kreativität und bildet andrerseits zugleich ein Fundament für die Identität der Völker. Das kulturelle Leben schließt den Erhalt und die Wertschätzung sowohl der populären Traditionen als auch der Werke und Innovationen einzelnen Individuen ein. Fern davon ist, starre kulturelle Konzepte vorzuschreiben (so die Prinzipien der Kulturagenda 21).
Der Kulturtourismus und die Bewohner der Region

Der Kulturtourismus mit seinem offensichtlichen Potenzial zur Entwicklung scheint ausschlaggebend für die Beachtung der kulturellen Güter sowie des Landschaftsschutzes seitens des privaten und öffentlichen Sektors. Doch die Bewohner einer Region erschaffen von selbst Gründe für eine Wertschätzung, wobei es vielmehr um die lokalen Strukturen geht als um eine Zunahme des Touristenstroms.
Den Wert der Region sichtbar machen

Das kulturelle und produktive Leben sowie das Öffentliche und das Private stellen parallele Bereiche dar, die traditionell gewachsen sind und sich nicht überschneiden. Doch heute stellen sie in dieser Region wichtige Verbindungen im sozialen Gefüge dar. Hier besteht großes Entwicklungspotential, allerdings nur, wenn die Bewohner der Region in ihrem Bewusstsein weiter der Erneuerung verbunden sind: Erinnerung an das Vergangene und Verständnis für das Gegenwärtige stärken sich gegenseitig und so wird das kulturelle Erbe zur Vermittlung von bedeutungsvollem Wissen für die Menschen dieses Jahrhunderts genutzt.

Der Verband zwischen Museen, Kirchen und Burgen entlang der Francigena stellt heute eine wertvolle Ressource für die Provinz Massa-Carrara und somit einen ersten Schritt in Richtung Entstehung eines wirklichen „Kulturbezirkes“ (Distretto culturale) dar. Hierbei geht es einerseits um Veranstaltungen, andrerseits um Produktionsketten, so dass ein kritisches Bewusstsein hinsichtlich der Produktion von Gütern und speziellen Angeboten entstehen soll. Es sollen außerdem gemeinsame Strategien mit den involvierten Akteuren gefunden werden.

Museumsnetzwerke, Netzwerke kultureller Güter, Kulturbezirke: Erfahrungen handhabbar machen

Museumsnetzwerke und Netzwerke kultureller Güter sind in Italien bereits weit verbreitet. Darüber hinaus gibt es Gruppen von Netzwerken wie das Netzwerk der innovativen Regionen in Europa (regione innovative in Europa) und das Stadt-Netzwerk Eurocities. Die Netzwerke sind eine Voraussetzung für die Entwicklung der Kulturbezirke. Eine Kunststadt (wie beispielsweise Florenz oder Venedig) und ein Kulturbezirk unterscheiden sich folgendermaßen: Im Falle der Kunststadt ist der Massentourismus und der Gewinn, der mit dem kulturellen Erbe erzielt wird, ausschlaggebend. Bei dem Kulturbezirk handelt es sich vielmehr um eine Synergie aus Innovation, Kreativität und Wertschätzung des kulturellen sowie des Naturerbes. Es geht um Innovation im kulturellen und technischen Bereich sowie qualitativ hochwertige Formen der Unterhaltung. Beispiele für Kulturbezirke sind Hollywood und Bollywood, ebenso wie Rom, il Chianti und le Langhe (Orte, die für die Entwicklung des Weinanbaus und für den vielseitigen Kulturbetrieb eine Rolle spielen).
Tessera MuseiDas Konzept

Auf der Grundlage des Strategiekonzeptes für Kommunikation hat man die learning region, ein Gebiet, beziehungsweise lokales System, das sich weiterentwickelt, erstellt. Dies beinhaltet allgemeine Lernprozesse in dem jeweiligen Gebiet, das heißt Arten der Entwicklung und Aufwertung des Bewusstseins in seinen verschiedensten Bedeutungen als Element des Zusammenhalts und der Nachhaltigkeit, ein essentieller und ausschlaggebender Faktor für die Entwicklung der Region.

Man liebt und fördert das, mit dem man vertraut ist: die Museen, die Kirchen, die Schlösser sind die Gesichter der verschiedenen Epochen und stellen Teil der regionalen Identität dar.

Um dieses Gedächtnis zu aktivieren sollte Folgendes getan werden:

• Die Beziehung zwischen historischen, architektonischen Aspekten und Kunstwerken durch eine Vielzahl von sich ergänzenden Mitteln wie Texte, Bilder und digitale Medien veranschaulichen

• Eine sich stetig wandelnde Deutung der Identität angesichts der Veränderungen ermöglichen, so dass die Wertschätzung der Vergangenheit und der Erinnerungen nicht im Lichte einer verklärenden Nostalgie steht oder in einer Ablehnung des Zeitgenössischen

• Stärkung der Beziehung zwischen Tradition und Produktion, allerdings nicht ausschließlich aufgrund der hier vorhandenen Ressourcen, sondern im Sinne einer Wiederbelebung der lokalen Produktionstradition, von beispielsweise Handelswegen, landwirtschaftlichen Bräuchen, Verkehrstradition, Straßennetzen etc..

Identität als Alleinstellungsmerkmal

1. Von der Identität über das Bild zur Wahrnehmung: Die Wichtigkeit von Fragen wahrnehmen und eine Positionierung sicherstellen

2. Tourismus als Mittel zur Wiederbelebung und kultureller Umgestaltung der regionalen Ressourcen sehen

3. Tourismus durch Marketing als Mittel zur Stärkung des immateriellen Reichtums und des Gefühls der Verbundenheit zur Region fördern

4. Es sollte nicht mehr nur um „nachhaltigen Tourismus“ gehen, sondern um Tourismus als fördernder Faktor der nachhaltigen Entwicklung

5. Empfang als Methode: Menschen treffen auf Orte

6. die Touristen empfangen und an die Region binden: eine Herausforderung für Alle „gemeinsam mit der Öffentlichkeit, Anbietern, Bewohnern den Empfang in der Region gestalten“

7. Mittel gestalten zur Einbindung der örtlichen Gemeinde sowie Sensibilisierung der Öffentlichkeit

Piano

Alla base del Piano Strategico di Comunicazione il concetto di learning region (il territorio/sistema locale che apprende) che si traduce in processi di apprendimento generalizzati nel territorio (cioè forme della produzione e valorizzazione della conoscenza in tutte le sue accezioni) come fattore di coesione e di sostenibilità, componente costitutiva ed essenziale per la promozione del territorio.

Si ama e si promuove ciò che si conosce: i musei, le pievi, i castelli sono il volto delle diverse epoche e fanno parte della nostra configurazione identitaria, attraverso la quale riconosciamo ciò che ci circonda.

Per attivare e rendere esplicito questo deposito di memoria occorre:

• esplicitare, attraverso una molteplicità integrata di strumenti (testi, immagini e supporti digitali) il rapporto fra emergenze storico-architettoniche e opere d’arte, con il contestoche le ha espresse;
• reinterpretare l’identità , leggendola alla luce dei cambiamenti, affinchè la valorizzazione del passato e della memoria non avvenga all’insegna della nostalgia e del rifiuto della contemporaneità ;
• riallacciare i fili che legano la tradizione con le attività produttive non tanto e non solo come ricerca di risorse ma come ricostruzione della cultura produttiva del luogo (ad esempio vie del commercio, tradizioni agroalimentari, storia dei trasporti, della viabilità , etc.);

L’identità come risorsa competitiva
1. dall’identità all’immagine alla percezione: cogliere le potenzialità della domanda e garantire il posizionamento
2. turismo come strumento per il recupero, la rivitalizzazione e la rielaborazione culturale delle risorse e del territorio
3. turismo come strumento, attraverso il marketing territoriale, per rafforzare la ricchezza immateriale e il senso di appartenenza al territorio
4. non più “turismo sostenibile” ma contributo del turismo allo sviluppo sostenibile
5. Accoglienza come sistema: un incrocio tra luoghi e persone
6. accogliere e trattenere il turista: una sfida per tutti “progettare insieme l’accoglienza: ente pubblico, operatori, residenti
7. ideare strumenti di coinvolgimento della comunità locale e sensibilizzazione dell’opinione pubblica