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Das Museum der Diözese erzählt über diese besondere Region am Meer, durchzogen von der längsten Straße des Mittelalters in Europa, und ihrem geistigen, künstlerischen und kulturellen Reichtum.
Auftraggeber und Künstler, Mäzene und Gemeinde hatten in den Kirchen und Heiligen Stätten einen Raum ihrer Identität.

Geschichte
Die Initiative für das Museum geht zurück auf den Bischof Eugenio Binini, der veranlasste, die Beletage der ursprünglichen bischöflichen Residenz für museale Zwecke zur Verfügung zu stellen. Der erste Teil des Museums, das bereits 2003 eröffnet wurde, bestand aus zwei Ausstellungsräumen, in welchen der Domschatz zu sehen ist. Im Jahr 2006 wurden auch die Räume mit Arbeiten aus den Kirchen der Diözese dem Publikum geöffnet. Bevor die Ausstellungsräume vorbereitet werden konnten, wurden die Schätze sorgfältig durchgesehen, katalogisiert und die Ausstellungsobjekte aufwendig restauriert.

Die Arbeiten im Museum werden in Zusammenarbeit mit der für die Region Massa zuständigen Stelle durchgeführt, die Restaurierungen konnten dank staatlicher und regionaler Unterstützungen verwirklicht werden.

Standort
Das Diözesanmuseum befindet sich in einem der prestige-reichsten Palazzi der Altstadt von Massa und wurde von Prinz Alberico Cybo Malaspina I in Auftrag gegeben. Der Palast war vorgesehen für die jüngeren Söhne der Familie Cybo Malaspina und unterging im Laufe der Zeit einigen Veränderungen bis zur Zeit Napoleons, als er verlassen wurde und schrittweise verfiel.
Die Herzogin Maria Beatrice d’Este veranlasste den Wiederaufbau. Dank ihrer Fürsprache im Jahr 1822 wurde die Stadt Massa, bis dato der alten Diözese von Luni-Sarzana unterstehend, Bischofssitz. Die Herzogin schenkte dem ersten Bischof, Francesco Maria Zoppi, eine bischöfliche Residenz, die vom Architekten Giuseppe Marchelli umgebaut wurde.
In diesem Palazzo lebten bis 1970 die ersten zehn Diözesanbischöfe bis Aldo Forzoni seinen Wohnsitz in die Nähe des Priesterseminars verlegte. Nach langen Renovierungsarbeiten bis zum Ende der 1990er Jahre fand der Palast seinen ehemaligen architektonischen Glanz wieder und wurde zum Diözesanmuseum und -archiv.

Sammlung
Das Diözesanmuseum verfügt weder über eine eigene Sammlung noch über eine Dauerausstellung. Es werden Objekte ausgestellt, die aus den Pfarrkirchen der Diözesankirchen stammen, besonders Stücke welche aus unterschiedlichen Gründen nicht in der Nähe ihres Ursprungsortes aufbewahrt werden können. Einige der wichtigsten und bedeutendsten Werke des geschichtlichen und künstlerischen Panoramas der Diözese werden nahe des Museums aufbewahrt. Und genau hier führt ein Ausstellungspfad entlang.
Der Bereich, der sich mit dem Dom Santi Pietro e Francesco befasst, bietet anhand von unterschiedlichen Gemälden und liturgischen Ausstellungsobjekten einen Einblick in die Geschichte der beiden ältesten Gebäude der Stadt. Eines hiervon ist die Pfarrkirche von San Pietro, die zu Zeiten Napoleons zerstört wurde. Die anderen Bereiche widmen sich verschiedenen Themen und gewähren anhand von Skulpturen, Malereien, Goldschmiedestücke, und Textilien Einblick in die künstlerische Vielfalt der Diözese.
Dank der Ausstellungsobjekte hat der Besucher die Möglichkeit die künstlerische Entwicklung dieser Region kennenzulernen. Diese wurden entweder von einfachen Handwerkern oder großen Künstlern wie Jacopo della Quercia, Felipe Palma, Francesco Marti oder Domenico Fiaselli geschaffen. Die Werke stellten eine Antwort auf die damaligen religiösen Bedürfnisse dar. Daher richtet sich der Blick in der Ausstellung neben dem künstlerischen Stil jedes Objektes, ebenso der Funktion, welche es in der Liturgie einnahm.

Adresse

Via Alberica 26 – Eingang durch den Garten (via Ghirlanda) –

Tel.: +39 0585 499241
Email: bbcc@massacarrara.chiesacattolica.it
Kostenpflichtiger Eintritt
Internetseite: www.museodiocesanomassa.it
Öffnungszeiten: